Nachrichten-Details

Praxisseminar "Arbeiten an unter Spannung stehenden Teilen"

Für solche besonders gefahrengeneigte Arbeiten definieren der Gesetzgeber und die Berufsgenossenschaften über die einschlägigen Rechtsvorschriften einen besonders hohen Schutz der mit diesen Arbeiten beauftragten Mitarbeiter. Um die gesetzlichen und normativen Vorgaben einhalten zu können, ist der Unternehmer bzw. die Verantwortliche Elektrofachkraft verpflichtet, seiner Auswahlverantwortung für die genannten Arbeiten gerecht zu werden und nur in "Arbeiten und Spannung" (AuS) ausgebildeten Elektrofachkräften zu übertragen. Zusätzlich sind regelmäßige Wiederholungsschulungen bzw. Wiederholungsunterweisungen durchzuführen.

Normative und gesetzliche Grundlagen

Die hierfür notwendigen Inhalte sind in der DGUV Regel 103-011 (BGR A3) "Arbeiten unter Spannung an elektrischen Anlagen und Betriebsmittel" und in der DIN VDE 0105-100 "Betrieb elektrischer Anlagen" definiert. Um diesen strengen Anforderungen gerecht zu werden, wurden die Seminarinhalte des Praxisseminars "Arbeiten an unter Spannung stehenden Teilen" auf diese Anforderungen abgestimmt und mit den langjährigen Erfahrungen der Fachdozenten aus der betrieblichen Praxis und Unfallbegutachtungen verknüpft. Des Weiteren zeichnet sich das Praxisseminar "Arbeiten an unter Spannung stehenden Teilen" durch seinen hohen Bezug zur betrieblichen Praxis und den hieraus resultierenden Anforderungen aus.

Von der DGUV-Regel 103-011 (BGR A3) abgeleitet, muss sich die Verantwortliche Elektrofachkraft die nachfolgende Grundsatzfrage stellen: "Sind für diese Elektrofachkräfte mit Spezialkenntnissen, hier das Arbeiten unter Spannung, nach erfolgter Grund- bzw. Erstausbildung wiederkehrende Unterweisungen und Schulungen erforderlich?" Diese Frage muss eindeutig mit "Ja" beantwortet werden.

Der DGUV-Vorschrift 1 (BGV A1), § 4 ist zu entnehmen, dass Unternehmer die Versicherten in erforderlichen Fällen, mindestens aber einmal im Jahr, über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit zu unterweisen haben. Besondere Gefährdungen sowie Verhütungsmaßnahmen müssen Teil der Unterweisung sein und diese ist zu dokumentieren.

Fazit

In dem von den ELKOnet-Bildungszentren angebotenen Praxisseminar "Arbeiten an unter Spannung stehenden Teilen" werden diese oben aufgeführten Anforderungen vollumfänglich berücksichtigt und Lösungswege zur praktischen Umsetzung im betrieblichen Alltag aufgezeigt. In real nachgebildeten Übungssituationen, die sich durch einen hohen Praxisbezug auszeichnen, werden die praktischen Fertigkeiten von erfahrenen Dozenten vermittelt. Zusätzlich sind selbstverständlich auch die in der DGUV Regel 103-011 (BGR A3) aufgeführten theoretischen Wissenselemente Inhalt des Praxisseminars "Arbeiten an unter Spannung stehenden Teilen". Als Abschluss der Ausbildung wird, wie in DGUV Regel 103-011 (BGR A3) gefordert, eine praktische (siehe Bild) und theoretische Abschlussprüfung durchgeführt, dies dient neben der Erfüllung der formalen Forderungen auch der Überprüfung des Ausbildungserfolgs.

Weitergehende Informationen erhalten die Interessenten hier.