Nachrichten-Details

Aktualisierter IT-Meister

Wie ist dieser Trend zu erklären?

Mit Blick auf den fachlichen Schwerpunkt der Geräte und Systemtechnik, lässt sich diese Entwicklung relativ leicht erklären. Mit der Einführung von Flachbildschirmen im Fernsehsektor sind zwei besondere Kriterien hinzugekommen, die es einem Betrieb zunehmend schwer machen, sich am Markt gegen große Marktketten zu behaupten: die neuere Generation von Fernsehgeräten hinsichtlich Service und Reparaturen ist sehr herstellerspezifisch geworden. Und eine sehr aggressive Garantiepolitik der Hersteller erlaubt nur sehr wenigen Betrieben Reparaturen vorzunehmen.

Wie ist dieser Trend aufzuhalten und wie kann dadurch ein Nutzen für alle Elektro- und Informationstechnischen Bereiche generiert werden.

Um den Trend aufzuhalten oder gar umzukehren, ist es zunächst einmal erforderlich das Interesse an diesem Berufsbild zu stärken. Die zukünftigen Auszubildenden benötigen zudem für eine Entscheidung für die Informationstechnik eine klare Perspektive. Dafür müssen auch die Fachbetriebe neue Geschäftsfelder aufbauen, um Innovationen und Perspektiven möglichst optimal zu vereinen.

Was unterscheidet nun die neue Informationstechnikermeisterausbildung von der bisherigen?

Zunächst einmal bleibt festzustellen, dass sich der Schwerpunkt wie bisher auf die Informationstechnik bezieht. Es geht nicht darum eine Konkurrenz zu bestehenden anderen Meisterausbildungen zu entwickeln. Dennoch verlagert sich der Bereich der zukünftigen informationstechnischen Inhalte deutlich. Der Grund liegt in der sich seit einigen Jahren abzeichnenden Entwicklung in der Gebäudetechnik und der zunehmenden Anforderung an diese Technik bezüglich der aktuellen politischen Themen. Hierzu gehören insbesondere: Die Energiewende und der Breitbandausbau.

Aktueller Trend in der Gebäudetechnik: SmartHome

Die CeBit 2014 hat unter anderem gezeigt, dass das Thema SmartHome nun endgültig seinen Platz in der Fachwelt gefunden hat. Eine wichtige Grundlage ist die Infrastruktur im Gebäude. Unabhängig davon, ob Breitbandausbau, Energiewende oder SmartHome, ohne eine geeignete Kommunikationsinfrastruktur werden diese Systeme gar nicht oder wie bisher auf der Basis unterschiedlicher Systeme laufen. Wenn sich diese Systeme nicht oder nur schwer integrieren lassen, ergibt sich ein Szenario, welches zukünftig nicht mehr tragfähig ist und die Gebäude und deren Nutzer am Ende vor unübersichtliche Funktionen mit komplizierter Bedienung stellt. Das kann nicht das Ziel sein. In einem Gebäude kommen unterschiedliche Systeme und Netze zusammen. Das nachfolgende Bild zeigt eine Übersicht. In Zukunft ist es wichtig solche Netze und Systeme zu integrieren. Dies ist der künftige Aufgabenschwerpunkt für den Informationstechnikermeister.

Wichtig: Einigkeit zwischen Handwerk, Herstellern, Verbänden und Wohnungswirtschaft

Eine erfolgreiche Umsetzung der neuen technischen Herausforderungen und die Schaffung der Voraussetzungen hierfür kann nicht von einer Gruppe alleine flächendeckend umgesetzt werden. Aus dieser Erkenntnis heraus hat die Focusgruppe Haus- und Heimvernetzung unter der Leitung von Rainer Holtz eine gemeinsame Erklärung erarbeitet, die von den führenden Fachverbänden und der Wohnungswirtschaft unterschrieben wurde. In dieser Erklärung wurde vereinbart, dass zukünftig in Neubauten und bei Kernsanierung eine geeignete Infrastruktur installiert wird. Die Erklärung wurde am 10.03.2014 auf der CeBit dem Bundeswirtschaftsministerium übergeben.

Fazit:

Mit den Vorbetrachtungen wird deutlich, dass es für die Informationstechnik ein sehr breites Feld von Themen auftut. Dieses muss fachlich bedient werden. Im Kern sind dabei einige fachliche Elemente verankert, die schon seit längerem in der Ausbildung implementiert sind. In der neuen Meisterausbildung geht es nun darum, die Kenntnisse über Systeme in der Gebäudetechnik auszuweiten und zu einem Gesamtkonzept zu integrieren. Für den Informationstechniker bedeutet dies, dass der Fernseher nicht allein durch Reparatur zum Geschäftsfeld gehört. Vielmehr ist die „braune Ware“ zukünftig ein wichtiger Türöffner in die Gebäude und Wohnungen, um die Situation hinsichtlich der Nutzung der neuen Gerätegeneration zu optimieren. Also: Aktiv Gebäudesystemintegration zu betreiben!

Link zum Meisterkurs Informationstechnik