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Spezielle Fokusgruppe des IT-Gipfels Haus- und Heimvernetzung im politischen Blickfeld

Dafür muss jedoch zunächst eine größere Verbindlichkeit in der Realisierung von Gebäudeinfrastruktursystemen geschaffen werden. Alle an der Fokusgruppe beteiligten Verbände und Unternehmen haben sich dazu auf eine gemeinsame Erklärung geeinigt und dieses Papier offiziell unterschrieben.

Darin heißt es z. B. "Es ist das erklärte Ziel der in der Fokusgruppe Haus- und Heimvernetzung beteiligten Unternehmen und Verbände, die technologischen Voraussetzungen für die Nutzung von Breitbandangeboten für alle Neubauprojekte und Kernsanierungen in Deutschland zu schaffen. Konkret bedeutet dies die Umsetzung folgender Maßnahmen und bestehender Normen bei Neubauten und Kernsanierung: Bei einer breitbandig erschlossenen Liegenschaft - eines oder mehrerer Gebäude mit Mehrfamilienhäusern bzw. gemischter Nutzung - muss zur Wahrung der Durchgängigkeit der Datendienste eine entsprechende Hausverkabelung auch unabhängig von der Zuführungsinfrastruktur realisiert sein. Innerhalb der Wohnung, der Gewerbeeinheit oder des Einfamilienhauses hat die Verteilung der Datendienste in alle Nutzräume (und ggf. Technikräume) mit einer anwendungsneutralen Kommunikationskabelanlage zu erfolgen etc." (Unterzeichnende Verbände: ANGA, BITKOM, BUGLAS, DKE, GdW, VATM, VDE, ZVEH, ZVEI)

Die vollständige Version der "Gemeinsamen Erklärung" ist auf der Internetseite des nationalen IT-Gipfels einzusehen unter: www.it-gipfel.de

Aufgrund der verzögerten Regierungsbildung konnte der IT-Gipfel 2013 in Hamburg nicht wie geplant stattfinden und wurde auf den 21.Oktober 2014 verschoben. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) schätzt die Bedeutung der "Gemeinsamen Erklärung" jedoch als sehr hoch ein. Während der Eröffnungsveranstaltung der CeBIT 2014 am 10. März 2014 wurde sie offiziell an die parlamentarische Staatssekretärin des Bundeswirtschaftsministeriums, Frau Zypries, übergeben.

Die Definition des Begriffs "SmartHome" wurde im Rahmen der Fokusgruppe Haus- und Heimvernetzung intensiv diskutiert.

Definition SmartHome

SmartHome dient als Begriff für technische Verfahren und Systeme in Wohnräumen und -häusern, in deren Mittelpunkt eine Erhöhung von Wohn- und Lebensqualität, Sicherheit und effizienter Energienutzung auf Basis vernetzter und fernsteuerbarer Geräte und Installationen sowie automatisierbarer Abläufe steht. (Quelle: Wikipedia)

Zudem wurden wichtige Voraussetzungen für das Realisieren von SmartHome beschrieben - ohne eine Anwendung oder Technologie in den Vordergrund zu stellen:

  • alle oder viele Geräte sind vernetzt
  • Steuerung von außen (optional) möglich eingebundene Geräte, Sensoren/Aktoren sind updatefähig
  • Funktion und Anwendung können getrennt werden (Mehrfachanwendungsoption von Devices)
  • offene Schnittstellen sind vorhanden - das Haus besitzt eine API (Application Programming Interface)
  • optionale Verbindung zum Internet (Remote-Funktion)
  • alle oder viele Geräte sind taggbar
  • Barrierefreiheit zumindest für AAL (Ambient Assisted Living) Funktionen
  • Breitbandzugriff zumindest für Mediaanwendungen
  • Beachtung von Energieeffizienz und Nachhaltigkeit

Neben dem breiten Seminarportfolio der ELKOnet-Partner, hilft der im Folgenden beschriebene Kurs den Seminarteilnehmern bei der Planung und Projektierung von intelligenter Gebäudevernetzung.

Um bei der Haus- und Wohnungsinstallation die Verfügbarkeit von Rundfunk, Fernsehen, Telekommunikation und Internet in möglichst allen Räumen zu gewährleisten, muss eine zentrale Verteilung aller Dienste geplant werden. Das ELKOnet-Seminar "Planung und Projektierung von intelligenter Gebäudevernetzung" versetzt den Teilnehmer in die Lage, eine Multimedia-Vernetzung einer Wohneinheit nach Vorgaben von Netzbetreiber und geltenden Normen zu planen und zu realisieren. Eine projektnahe Grundlagenermittlung, die richtige Gebäudeautomations-Systemauswahl und die Ausarbeitung von Leistungsverzeichnissen helfen den Kursteilnehmern, finanzielle Risiken bei der Auftragsbearbeitung richtig einzuschätzen und zu vermeiden. Praxisnahes Arbeiten mit Verkabelungssystemen verschiedener Hersteller ermöglicht zusätzlich eine kundenspezifische Planung. Eine effiziente Auftragsabwicklung von Gebäudeautomations-Projekten rundet das Kursmodul ab. Das Seminar ist Bestandteil der Qualifizierung zum Spezialist für intelligente Gebäudevernetzung (ELKOnet) sowie zum Experten für Gebäudesystemintegration (ELKOnet). Nach Abschluss erhalten die Teilnehmer eine Bescheinigung mit Inhaltsangabe.