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E-Nachwuchshoffnung will den Titel

Fendl geht im Gewerk Elektrohandwerk an den Start. Auf den Wettbewerb bereitet sich der 20-Jährige standesgemäß mithilfe der größten E-Meisterschule des Landes vor, dem Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik (BFE) in Oldenburg.

Gesucht: Europas Beste

Rund 430 Teilnehmer aus 24 europäischen Ländern werden bei den EuroSkills in 50 Berufen ihre Besten ermitteln. Fendl hat sich seine Fahrkarte nach Lille bei der Deutschen Meisterschaft im E-Handwerk 2013 gesichert, wo er bei den Elektronikern Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik Platz eins errang. Bei der EM bekommt er es in seinem Gewerk mit den Landesmeistern aus zwölf anderen Ländern zu tun. Neben einem Theorietest gilt es, gebäudetechnische Installationen praktisch auszuführen sowie Gebäudeautomation-Technik zu integrieren und zu programmieren.

Fendl, wohnhaft im niederbayerischen Bogen, blickt voller Vorfreude auf die EuroSkills. "Ich bin gespannt, wo ich mit meinem Fachwissen im europäischem Vergleich liege", sagt der 20-Jährige. Zudem habe er vor, das internationale Parkett zum Kontakteknüpfen zu nutzen. Ob es tatsächlich zu Gold reiche, könne er gerade mit Blick darauf, dass die Konkurrenz ihm bis zu fünf Jahre Erfahrung voraus haben könnte, nicht versprechen. Versuchen werde er es aber definitiv.

"Trainingslager" mit BFE-Dozent

Als eine der führenden Weiterbildungsinstitutionen auf dem Gebiet der Gebäudeautomation bzw. Smart-Grid und Smart-Metering spielt das BFE bei Fendls EuroSkills-Abenteuer eine gewichtige Rolle: Dort gewann er im November 2013 die Deutsche Meisterschaft, dort bildete er sich im Juni im Lehrgang "KNX/EIB-Grundkurs: Projektierung und Inbetriebnahme" fort. Zudem fungiert BFE-Dozent Ralph Saßmannshausen als Fendls Coach, im August treffen sich die beiden zu einer Art Trainingslager in der Schweiz, um sich noch einmal gezielt auf Lille vorzubereiten. "Es ist beeindruckend, was er in so jungen Jahren bereits an Know-how und praktischen Fähigkeiten mitbringt", lobt Saßmannshausen seinen Schützling, den er auch vor Ort in Lille betreuen wird.

Spitzenkräfte wichtiger denn je

Mit der Unterstützung des 20-Jährigen erfüllt das BFE einen Auftrag des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH). Doch vor allem wird es dem eigenen Anspruch gerecht, den Nachwuchs neben der Breite auch in der Spitze zu fördern. "Die Anforderungen an die E-Branche werden steigen, daher brauchen wir Spitzenkräfte, die Führungsrollen einnehmen können", sagt BFE-Direktor Thorsten Janßen. Wettbewerbe wie die EuroSkills seien dabei wichtig, da sie Talente wie Fendl motivieren, ihren Karriereweg konsequent weiterzugehen.

Die EuroSkills im Web unter www.euroskills2014.org