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Ohne Elektrospezialisten geht nichts!

Elektrische Energie bedeutet mehr als Licht, Wärme oder der Antrieb für eine elektrische Maschine. All die Annehmlichkeiten, die wir im täglichen Leben genießen, werden mit „Strom“ erzeugt. Elektrizität bedeutet aber auch Gefahr für den Menschen und umso mehr sind für die Planung, die Errichtung, Instandhaltung und für die Prüfung von elektrischen Anlagen, Geräten und Maschinen Spezialisten mit umfangreichem Fachwissen gefordert.

Elektrische Anlagen, angefangen vom Fundamenterder bis hin zur Blitzschutzanlage eines Gebäudes sind oft über Jahrzehnte in Benutzung. Was zur Errichtung „Stand der Technik“ war, kann 25 Jahre später schon als „brandgefährlich“ betrachtet werden. Technologische Veränderungen, neue Materialien oder aber auch nur ein stärkeres Sicherheitsbedürfnis fließen kontinuierlich in den normativen Wandel ein. Nur wenn elektrische Anlagen, Geräte oder Maschinen im Bestand kontinuierlich einer wiederkehrenden sicherheitstechnischen Überprüfung unterzogen werden, bleibt die elektrische Energie für Mensch und Tier sicher. Um das Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten, sind qualifizierte Prüfer gefordert, die eine nachvollziehbare Beurteilung vornehmen können.

Dem Prüfen kommt durch staatliche Verordnungen und Vorschriften eine hohe rechtliche Bedeutung zu. Der fachkompetente Prüfer muss dabei als „befähigte Person“ nicht nur über Messkenntnisse verfügen, er muss mit seinem Fachwissen auch das gesamte Gebäude hinsichtlich der elektrischen Sicherheit beurteilen. Durch die hohe Komplexität von elektrischen Anlagen und Maschinen gilt es, nicht nur die Normen bzgl. des Messens und Prüfens einzuhalten, sondern auch die allgemeinen Installationsvorschriften zu beachten. Nur so kann eine vollumfängliche Anlagenbeurteilung vorgenommen werden.

Neben den rein normativen Vorschriften der Installationsbestimmungen müssen auch die Belange des baulichen Brandschutzes berücksichtigt werden, insbesondere dann, wenn elektrische Leitungen durch Brandabschnitte durchgeführt werden. Diese müssen zur Vermeidung eines Brandausbruches mit Brandschotts abgedichtet sein. Mit zur Anlagensicherheit trägt auch der Blitz- und Überspannungsschutz bei, der die elektronischen Geräte vor Überspannungen schützt. Viele Anlagen z. B. die SAT-Anlage oder die PV Anlage auf dem Dach eines Gebäudes müssen zwangsweise in den Blitzschutz eingebunden sein. Dieser Schutz weist jedoch ebenfalls sehr häufig Mängel in der Ausführung auf, nicht auch zuletzt, weil die Blitzschutzanlage direkt den Wettereinwirkungen ausgesetzt ist und somit über die Jahre hinweg Schäden vorprogrammiert sind. Neben der konventionellen Prüftechnik ist die Anlagendiagnose mittels Thermografiekameras eine gute Möglichkeit, um neben der elektrischen Sicherheit auch die Anlagenverfügbarkeit zu prüfen bzw. die Kamera als Diagnosetool für die vorbeugende Instandhaltung einzusetzen.

In den Zeiten des demografischen Wandels und hoher wirtschaftlicher Konjunktur macht sich der Fachkräftemangel, insbesondere unter den Elektrofachkräften, immer mehr bemerkbar. Für Handwerk und Industrie ist es unumgänglich geworden, eigenes Personal aus- und weiterzubilden. Das bundesweite Bildungsnetzwerk ELKOnet hat für diesen Anspruch ein Spezialisten- und Expertenkonzept entwickelt, das mit praxisbezogenen Fachseminaren handlungsorientierte Kompetenz vermittelt.

Zum Experten (ELKOnet) für Elektrische Energietechnik gelangen Sie hier.