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Start für Bildungs-Export von Oldenburg nach Südafrika

Gefördert und unterstützt wird die Kooperation von der Stadt Oldenburg und dem Land Niedersachsen auf deutscher sowie von der East London Industrial Development Zone (ELDIZ) auf südafrikanischer Seite.

Dies wurde heute anlässlich des Besuchs des Repräsentanten des Landes Niedersachsen im Ostkap, Lars König, bekannt gegeben. König, Beamter im niedersächsischen Innenministerium, betreut seit November 2012 die nunmehr 19-jährige Partnerschaft beider Länder vor Ort in East London und hat in dieser Funktion bereits mehrere Kooperationen, Delegationsbesuche und Verbindungen zwischen East London und Oldenburg initiiert bzw. begleitet.

"Grundlagen der Elektrotechnik"

Auf Initiative des Fachdienstes Internationale Beziehungen der Stadt Oldenburg und nach gegenseitigen Besuchen von BFE und MAASA im April und im November 2013 sowie Klärung letzter Details in den vergangenen Monaten startet im Juni 2014 offiziell die Zusammenarbeit: MAASA übersetzt die Sprecher-, Bildschirm- und Feedback-Texte des E-Learning-Titels "Grundlagen der Elektrotechnik" vom Deutschen ins Englische; anschließend wird die englische Softwareversion erstellt und den südafrikanischen Partnern zur Verfügung gestellt. Im Laufe des Projektes reisen BFE-Trainer aus Oldenburg ins 9762 Kilometer Luftlinie entfernte East London, um dort die Einführung von Elektrotechnik-Kursen sowie den Ausbau der Schulungsaktivitäten zu unterstützen bzw. zu beschleunigen.

Im Anschluss an die erfolgreiche Durchführung dieses Pilotprojekts soll weitere Software übersetzt und im MAASA zum Einsatz gebracht werden. Insgesamt umfasst die BFE-Lernreihe 23 Titel, darunter "Technische Mathematik", "Datennetzwerktechnik" oder "Brennstoffzellentechnik".

Kooperation auf Augenhöhe

Oberbürgermeister Prof. Dr. Schwandner begrüßt die Kooperation: "Südafrika benötigt für die weitere gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung Impulse für die Stärkung von Ausbildung und Qualifizierung, auch von außen. Das Thema Bildung steht daher auch bei uns im Fokus der Kooperation mit unserer Partnerstadt, denn hier ist Oldenburg top, nicht nur national auch international. Ich freue mich auch, dass das Land ebenso mit fördert."

BFE-Direktor Thorsten Janßen betont, dass man sich bei der Kooperation auf Augenhöhe begegne. Das BFE profitiere durch die Übersetzungsarbeit des Partners. "ELDIZ und MAASA wiederum sehen im Einsatz unserer E-Learning-Software die große Chance, dringend benötigte Fach- und Nachwuchskräfte effektiv auszubilden." Zumal die internetbasierten Lernarrangements dezentral durchgeführt werden können, sich somit auch weniger mobile Südafrikaner qualifizieren können. Janßen ist überzeugt, dass die Software zu einem durchschlagenden Lernerfolg führt. Schließlich habe sie sich dank hoher Zielgruppenrelevanz und Praxisnähe in hiesigen Bildungsstätten, Berufsschulen und Unternehmen seit Jahren bewährt.

Von der Idee zum Projekt in 15 Monaten

Roland Hentschel, Leiter des Fachdienstes Regionalentwicklung/Internationale Beziehung, sagt zum Start der Kooperation: "Das BFE-Projekt zeigt, wie unsere Südafrika-Initiative wieder einmal in kurzer Zeit Früchte trägt: Durch unser Zusammenbringen der Partner in Oldenburg und East London im Frühjahr 2013 und der besonderen Atmosphäre der Gespräche kommt es nur 15 Monate später zum konkreten Projekt. Energiebildung ist eine Oldenburger Domäne, weil wir hier sehr innovativ und international vernetzt sind. Daher freut es mich, dass das BFE konsequent diesen Schritt geht und wir hier auch mit dem Land und unseren Partnern in Südafrika an einem Strang ziehen." Der Fachdienst hat den Kontakt zu ELIDZ hergestellt und in den vergangenen Monaten eng gepflegt. Zudem stellte die Stadt Fördermittel zur Verfügung.

Das Land Niedersachsen unterstützt im Rahmen seiner Partnerschaft mit der südafrikanischen Provinz Eastern Cape ebenfalls dieses Projekt. Lars König sagt dazu: "Wir helfen gern beim Aufbau der beruflichen Bildung in einem zukunftsrelevanten Bereich: der Elektrotechnik."

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Hintergrund zum E-Learning-Projekt:

Bereits in den 90er Jahren startete das BFE als einer der Pioniere auf dem E-Learning-Sektor mit dem Aufbau der multimedialen Lernreihe. Daran beteiligt waren viele hochqualifizierte Drehbuchautoren und Programmierer. Heute gilt die mehrfach ausgezeichnete Lernsoftware als eines der umfangreichsten im Bereich der Elektrotechnik. Der Export dieses Know-hows nach Südafrika soll für das BFE der erste Schritt zu einer internationaleren Ausrichtung sein. "Nach der Übersetzung der Software ins Englische besitzen wir ein Premium-Produkt, mit dem wir uns auf dem globalen Fortbildungssektor etablieren können", sagt Direktor Janßen.

www.BFE.de