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Gebäudeautomation - Einsatzbereiche von KNX

Als Standard für Haus- und Gebäudeautomation erfüllt KNX die europäische Norm EN 50090 und die weltweite Norm ISO/IEC 14543-3-1 bis 7. Auch von CEN ist der KNX Standard unter EN 13321-1 und EN 13321-2 zugelassen. Über das standardisierte KNX-Protokoll können tausende zertifizierte Produkte von mehr als 300 Herstellern über eine Twisted Pair Leitung kommunizieren. Eine planungssichere und effiziente Gebäudeautomation - für heute und für die Zukunft - steht somit zur Verfügung.

KNX für integrierte Anwendungen mit Logik und Szenensteuerung

In allen Gebäuden können Beleuchtungsanlagen direkt oder bedarfsabhängig geschaltet und gedimmt werden. Für Lichtstimmungen sorgen bedarfsgerechte Helligkeitswerte oder sensorgesteuerte Konstantlichtregelungen. Immer öfter sind Zusatzfunktionen wie Logik und Szenensteuerung in den Applikationen der heutigen Sensoren und Aktoren integriert. Logische Verknüpfungen der Beleuchtungssteuerung mit Beschattungsanlagen sowie die Abhängigkeiten zwischen Raumtemperaturregelung und Beschattung können über Szenensteuerung realisiert werden. Die Aktoransteuerung aller Einzelfunktionen, von Licht schalten und dimmen über Jalousien fahren bis hin zur Betriebsarteinstellung von Heizungs- oder Kühlsystemen und Freigeben/Sperren der Alarmanlage kann ebenfalls komfortabel über Szenensteuerungen erfolgen.

KNX für Heizung, Klima, Lüftung

Je nach Nutzung und individuellen Bedürfnissen regelt die Heizung die Temperatur für jeden Raum separat. Heizung, Lüftung und Jalousien wirken zusammen und schaffen ein energieoptimiertes, angenehmes Klima. Bedarfsabhängig werden Fenster geöffnet und geschlossen oder Lüfter geschaltet.

KNX für Jalousien und Beschattung

Jalousien, Rollläden und Markisen werden helligkeits-, zeit- und bedarfsgerecht gesteuert. Die Steuerung kann um Wind-, Frost- und Regensensorik erweitert werden.

KNX in der Sicherheitstechnik

KNX ermöglicht es, einfache Sicherheits- und Überwachungsanwendungen zu realisieren. Über den Bus wird signalisiert, ob Türen oder Fenster geschlossen sind, ob Geräte abgeschaltet, ob unerwünschte Gäste im Haus sind oder ob Feuer ausgebrochen ist. Zu beachten ist jedoch, dass keine Einbruchmeldeanlagen im Sinne der VdS errichtet werden können!

KNX und Energiemanagement, Verbrauchsdatenerfassung

Mit KNX kann eine erhebliche Energieeinsparung erreicht werden. Intelligente Beleuchtungssysteme können zeit- und bedarfsgerecht geschaltet und geregelt werden. Unnötiges Aufheizen nicht benutzter Räume kann durch eine bedarfsbezogene Einzelraumreglung erreicht werden. Schaltaktoren mit Stromerkennung bieten die Möglichkeit, mit Schwellwertüberwachung das Über- oder Unterschreiten vorgegebener Werte zu signalisieren bzw. daraus Folgefunktionen zu erzeugen. Energieaktoren können die elektrische Arbeit, Leistung, Strom und Spannung erfassen. Über Panel, Smart Phone oder Tablet-PC lassen sich die Gebäudefunktionen und Verbräuche darstellen und der Kunde kann die Betriebszeit seiner Geräte so steuern, dass die Nutzung günstiger Energietarife möglich wird. Daraus ergibt sich außer erheblichen Kosteneinsparungen auch automatisch die Schonung von Ressourcen!

KNX und Visualisierung

Über Rückmeldungen kann ein Abbild der Kundenanlage über den Zustand der Beleuchtung, der Fenster und Türen, der Jalousien sowie der Raumtemperaturen übermittelt werden. Die Darstellung kann per KNX-Panels oder über Visualisierungssysteme, die z. B. über KNX/IP-Router mit der TP-KNX-Anlage verbunden sind, erfolgen. Ist die KNX-Infrastruktur eines intelligenten Gebäudes installiert, dann ist eine Überwachung und Steuerung der Kundenanlage mittels App über Smartphone oder Tablet-PC möglich.

KNX und Multimedia

Die Komponenten der KNX-Technik bieten die Möglichkeit, Audio- und Türkommunikationsanlagen in die Gebäudeautomation mit einzubinden und zu steuern. Die Kommunikation wird z. B. mit einer speziellen KNX/IP-Schnittstelle realisiert, die Daten von KNX auf die Audio- oder Türkommunikationsanlage und umgekehrt überträgt.

 

Die ELKOnet-Partner sind zertifizierte KNX-Schulungsstätten und vermitteln auf der Grundlage der bundesweit einheitlichen KNX-Seminarunterlagen die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten zur Umsetzung der KNX-Gebäudeautomation. Der nach den Vorgaben der KNX-Association durchgeführte KNX-Grundkurs hat eine Mindestdauer von 40 Unterrichtseinheiten. Sowohl der KNX-Grund- als auch der KNX-Aufbaukurs sind Teil des ELKOnet-Experten für Gebäudeautomation. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.