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Lüdertalschule Großenlüder, Haupt- und Realschule des Landkreises Fulda, zur Durchführung der Berufsorientierungsphase 2016 im Bildungs- und Technologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik e. V. in Lauterbach

Bereits im Jahr 2008 startete das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Programm zur "Förderung der Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten" bundesweit mit einer Pilotphase, an der sich auch das BZL Lauterbach (nachfolgend BZL), da es über die erforderlichen Einrichtungen und Erfahrungen in der beruflichen Erstausbildung sowie über notwendige Lernumgebung und das pädagogisch geschulte Fachpersonal verfügt, beteiligte. Das BZL ist für die vollständige Organisation und Durchführung von Potenzialanalyse (in der Schule) und Werkstatttagen (im BZL) verantwortlich und stellt geeignete Werkstätten, Ausbilder/-innen und das notwendige Material zur Verfügung. Zudem verantwortet die Bildungsstätte BZL sowohl das pädagogische Konzept als auch die Aktualität der Maßnahmeninhalte. Die Projektleitung liegt in den bewährten Händen von Petra Stenger und Marga Zöll. Beide haben den reibungslosen Ablauf vor Ort im Blick, koordinieren die Einführung und stehen während der gesamten Durchführungsphase als feste Kontaktpersonen für Schüler/-innen und die begleitenden Lehrkräfte zur Verfügung. Interesse wecken, Erfolgserlebnisse vermitteln, Reflexionsprozesse anstoßen, Kompetenzentwicklung vorantreiben, das BZL gestaltet eine zweckmäßige neue Lernumgebung für eine realitätsnahe und abwechslungsreiche Praxiserfahrung. Die begleitenden Lehrkräfte werden in diese Lernumgebung soweit einbezogen, dass sie die Erfahrungen und Erkenntnisse im weiteren Berufsorientierungsprozess aufgreifen und in das System Schule transportieren können.  

Die grundlegende Aufgabe der Schule besteht darin, das begleitende Aufsichtspersonal vor Ort zu stellen. Die Lehrkräfte bleiben auch während der Durchführung die wichtigsten Ansprechpartner für Eltern und Schüler/-innen und stehen gleichzeitig im engen Kontakt zur Projektleitung, insbesondere wenn (disziplinarische) Probleme während Potenzialanalyse oder Werkstatttagen auftreten.

"Das Berufsorientierungsprogramm besteht aus 2 Teilen, einer vorgeschalteten Potenzialanalyse, deren Ergebnisse idealerweise in die weiteren Unterstützungsangebote im Rahmen der Berufsorientierung und den sogenannten Werkstatttagen einfließen. Besonderes daran ist die realitätsnahe Praxiserfahrung in einer neuen Lernumgebung. Wichtig ist, dass bei allen Überlegungen die Schüler/-innen stets im Mittelpunkt der Überlegungen stehen und den bestmöglichen Nutzen aus dem Berufsorientierungsprogramm ziehen", so Stefan Eisenbach, Geschäftsführer des BZL in Lauterbach.  

Seit 2012 besteht nun schon die Kooperation zwischen dem BZL Lauterbach und der Lüdertalschule und aus diesem Grund waren die Schülerinnen und Schüler wieder einmal zur Durchführung der Werkstatttage als Gäste in Lauterbach. Die Lüdertalschule war in folgenden, aus neun zur Verfügung stehenden Berufsfeldern, unterwegs!

Nach den durchgeführten Werkstatttagen werden die Ergebnisse den Schüler/-innen und Schulen zur Verfügung gestellt. Häufig nehmen weitere Personen, wie z. B. Eltern, Lehrkräfte oder Berufseinstiegsbegleiter/-innen bzw. der "Arbeitscoach" der Schule an den Gesprächen teil. Dies setzt das Einverständnis der Schüler/-innen und der Eltern voraus und wird von den Berufsbildungsstätten in Absprache mit den Schulen vorbereitet. Den Berufsbildungsstätten obliegen die Gesprächsführung und die Sicherstellung, dass die Schüler/-innen im Mittelpunkt der Gespräche stehen. Sie geben Anregungen zur Weiterarbeit mit den Ergebnissen in Schule und Lebenswelt der Jugendlichen.

Mit den Berufsorientierungsbausteinen Potenzialanalyse und Werkstatttage können Schule und Bildungsstätte die Berufswegeplanung lediglich anstoßen, und Stefan Eisenbach, Geschäftsführer des BZL Lauterbach, bemerkt: "Die Schule und die Eltern hingegen sind für die Jugendlichen in dieser sensiblen Lebensphase wichtige Kontinuitätsfaktoren, denn Studien zur Berufsorientierung belegen, dass die Eltern den größten Einfluss auf die Berufswahl ihrer Kinder haben. Deshalb ist es sehr wichtig, dass die Eltern frühzeitig in den Prozess mit eingebunden werden, denn nur auf der Grundlage einer guten Zusammenarbeit mit den kooperierenden Schulen gelingt es, den direkten Kontakt zu den Eltern herzustellen", so Eisenbach und fügt ergänzend hinzu, dass das Programm Berufsorientierung (kurz BO) die berufliche Orientierung zu dem Zeitpunkt bietet, in dem sich die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler noch einige Zeit im System Schule befinden. Somit ist es von großer Wichtigkeit, dass die Gestaltung der Kooperationsbeziehung zwischen dem programmumsetzenden Bildungsträger BZL und der kooperierenden Schule kontinuierlich Möglichkeiten schafft, sich in diesem wichtigen Thema auszutauschen. Vor allem in der Schule, denn dort werden alle Maßnahmen der schulischen und der darüber hinausreichenden Berufsorientierung ausgewählt und koordiniert".

Zurzeit betreut das BZL Lauterbach in Kooperationsverträgen 15 Schulen, was einer Teilnahme von ca. 800 Schülerinnen und Schüler pro Jahr entspricht.  

Interessenten erhalten gerne weitere Informationen unter info@bzl-lauterbach.de oder direkt an das Projektteam unter 06641-9117 294