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Freisprechungsfeier Meisterausbildung Jahrgang 2016 BZL-Lauterbach stellt mit David Döring aus Buseck den Jahrgangsbesten

Freisprechungsfeier Meisterausbildung Jahrgang 2016 BZL-Lauterbach stellt mit David Döring aus Buseck den Jahrgangsbesten  

„Das duale Ausbildungssystem ist etwas Besonderes“, sprach sich der hessische Kultusminister Alexander Lorz für die Einzigartigkeit der dualen Ausbildung zum Meister in Deutschland aus. „Der Meisterbrief steht für Qualität. Wir werden den Rang des deutschen Meisterbriefs verteidigen“, betonte der Kultusminister in seiner Ansprache im Kurhaus.

Dort haben am letzten Januarwochenende 417 Handwerkerinnen und Handwerker ihren Meisterbrief entgegengenommen. „Der deutsche Meister muss Vorbild für alle in Europa sein“, betonte auch Klaus Repp, Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden. Es sei traurig, fuhr Repp in seiner Begrüßung fort, dass seitens der Europäischen Kommission im Rahmen der Binnenmarktstrategie der deutsche Meisterbrief immer wieder in Frage gestellt werde. Ein Thema, bei dem sich die zahlreichen Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft parteiübergreifend einig waren: „Nicht Deutschland muss den Meisterbrief aufgeben. Europa muss ihn kennenlernen“, forderte Oberbürgermeister Sven Gerich und bezeichnete das Handwerk als eine der tragenden Säulen der deutschen Wirtschaft.

Elektrotechniker, Friseure oder Metallbauer, die Jungmeister stammen aus rund 20 verschiedenen Handwerken. Klaus Repp freute sich darüber, dass sich immer mehr Frauen in allen Handwerksberufen und an der Spitze von Betrieben behaupten. Aus dem Meisternachwuchs 2016 sind es immerhin 77 Frauen, die einen Meistertitel erworben haben.

Der Präsident der Handwerkskammer ermutigte die Jungmeister, die Zukunft des Handwerks aktiv mitzugestalten. „Unsere Handwerksbetriebe brauchen dringend Nachwuchs.“ Um das duale System der Berufsbildung weiter zu stärken und die Attraktivität der handwerklichen Lehre zu steigern, müsse die Berufsorientierung in allen Schulen verankert werden, so Repp. „Wir müssen auch über ein Berufsabitur nachdenken“, also die Möglichkeit, gleichzeitig den Gesellenbrief und das Abitur zu machen. Drei Jahre haben sie viel Kraft, Zeit und Geld in ihre Ausbildung investiert. Jetzt geht es für die Jungmeister aber erst richtig los, viele von ihnen wollen sich selbstständig machen oder denken über ein Hochschulstudium nach.

„Das waren lange harte Wochen des Lernens“, beschreibt David Döring aus Buseck den Weg zur „höchsten Qualifikation unseres Handwerks“ in seiner Rede vor den mehr als 1000 Gästen. Der 20-jährige Elektrotechniker führt mit seinem Meisterabschluss die Tradition eines 1894 gegründeten Familienunternehmens fort. Man nehme eine gehörige Portion Fleiß, reichlich Motivation und genügend Ausdauer, das sind die wesentlichen Zutaten, um erfolgreich die Meisterprüfung zu bestehen und darüber hinaus  zu einem frisch gebackenen Kammerbesten zu werden. So lautet jedenfalls das Rezept von David Döring aus Buseck, der sich für die Vorbereitung zur Meisterprüfung für das BZL-Lauterbach entschied.

Das Team des BZL-Lauterbach ist mächtig stolz auf "seinen" Jahrgangsbesten und freut sich schon jetzt, wenn David Döring zu weiterer Fortbildung das BZL in Lauterbach besucht.