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Europa aktiv in Hessen

Europastaatssekretärin Dr. Zsuzsa Breier besucht EU-gefördertes Projekt in Lauterbach - "Europa sichtbar machen"

"Die Wettbewerbsfähigkeit der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) wird durch die Informations- und Qualifikations-Bausteine für die Prozessautomatisierung im Bereich der Weiterbildung und der Ausbildung", so Staatssekretärin Dr. Breier.

Die heutigen Prozessautomatisierungssysteme unterliegen einer schnellen technischen Weiterentwicklung der Hardware, der Betriebssysteme und der Automatisierungssoftware. In dem Vorhaben in Lauterbach werden für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) Unterstützungsmöglichkeiten bei der stetigen Verbesserung der Produktionssicherheit ermittelt. Kernthema des Projektes ist hierbei die "Störungsdiagnose und Störungsbeseitigung" bei Nutzung des Leistungsumfanges der aktuellen SPS-Geräte (Speicherprogrammierte Steuerung) als Automatisierungsmittel.

Seit etwa 20 Jahren werden im BZL Lauterbach Führungs- und Fachkräfte aus KMU im Handlungsfeld Prozessautomation qualifiziert. Prozessautomation, die von der Industrie, kleinen und mittleren Unternehmen und auch dem Handwerk als Schlüsseltechnologie angewendet wird, wird mit 111.800 € EU-Mitteln sowie 223.682 € Bundesmitteln durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert. Lehrgänge, Seminare und Workshops zu ausgewählten elektro- und informationstechnischen Themen wie etwa Gebäude-Energieberater im Handwerk, Meisterprüfung im Elektrotechniker-Handwerk oder aber überbetriebliche Lehrgänge für Auszubildende im Elektroinstallateur- und Informationselektroniker-Handwerk, im Elektromaschinenbauer-Handwerk sowie im Metallbereich (IHK) gehören u.a. zu den Leistungen des Kompetenzzentrums in Lauterbach. Zur Realisierung einer handlungsorientierten und praxisnahen Aus- und Weiterbildung stehen 19 Übungseinheiten (Theorie- Praxisraumkombinationen) und 5 PC-Fachräume zur Verfügung.

Zurzeit können sechs verschiedene Weiterbildungskurse mit einer Dauer zwischen 2 und 5 Tagen im Bereich "Prozessautomatisierung mit Speicherprogrammierbaren Steuerungen" angeboten werden. Darüber hinaus wurden in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit 10-wöchige Trainingsmaßnahmen für Elektrofachkräfte in der SPS-Technik durchgeführt.

Die EU-Förderung macht diesen Baustein zur Erhaltung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit möglich und schafft damit eine wesentliche Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg dieser Unternehmen im eigenen Land, in Europa und auf dem Weltmarkt, so Dr. Breier abschließend in Lauterbach.