Nachrichten-Details

Jetzt Meister der Digitalisierung werden!

Der Informationstechnikermeister ist noch selten – doch das soll sich bald ändern.


Mit unfassbarer Wucht durchdringt die Digitalisierung alle Bereiche des Lebens. Sie verändert die Gesellschaft, den Arbeitsmarkt und das Private. Automobile, Stromnetze, und Haushaltsgeräte werden intelligent, Filme und Musik gestreamt, Webinare und YouTube verbreiten Wissen und ganze Fabriken arbeiten vernetzt vor sich hin.

„Die neuen Technologien benötigen Menschen, die sie verstehen, begleiten und gestalten können. Fachleute, die den Überblick behalten und verantwortlich denken und handeln. Das kann die Digitalisierung nämlich nicht“, sagt Detlef Petermann, Bereichsleiter Lehrgänge am Bundestechnologiezentrum für Elektround Informationstechnik (BFE).


Volle Herausforderung: der Informationstechnikermeister


Mit dem Informationstechnikermeister hat das BFE als eine von wenigen Bildungsinstitutionen in Deutschland ein hochinteressantes Berufsprofil im Angebot. „Das ist der Meister der Digitalisierung“, so Petermann. Er kümmert sich um die Schnittstellen zwischen den Gewerken und Technologien, trägt die große Verantwortung für die Einhaltung von Verbraucherschutzrechten und IT-Sicherheit und beurteilt die Wirtschaftlichkeit komplexer Projekte. Kaum ein Beruf steht derart im Zeichen der Zeit. „Zudem hat der Beruf beste Zukunftsaussichten, wird von der Wirtschaft mit Kusshand genommen“, so Petermann.


Traumberuf ohne Bühne


Doch so traumhaft das Berufsprofil in die Digitalisierung passt, so hat es skurriler Weise dennoch ein Nachwuchsproblem. Dafür gibt es zwei Hauptgründe: So rasant wie die Digitalisierung muss sich auch der Rahmenlehrplan weiterentwickeln. „Diesen Aufwand können nicht viele Weiterbilder fahren“, so Petermann. „Wer nicht oft angeboten wird, ist aber auch nicht bekannt: Dem Informationstechnikermeister fehlt schlichtweg die große Bühne – die ihm indes zusteht.“

Karriere möglichst früh planen

Zur IT-Meisterausbildung zugelassen sind ausschließlich Informationselektroniker (HWK) und Informations- und Telekommunikationselektroniker (IHK). „ Und hier beißt sich die Katze in den Schwanz“, so Petermann, „die meisten Jugendlichen wissen ja zu dem Zeitpunkt ihrer Ausbildungsplatzwahl überhaupt nicht, dass es diesen Meister gibt und greifen eher zu bekannteren Alternativen“, so Petermann. Dies soll künftig geändert werden. Das Bundestechnologiezentrum hat sich vorgenommen, dem Beruf zu mehr Präsenz zu verhelfen. „Ich bin mir der Unterstützung aus der Wirtschaft sicher“, sagt Petermann, „die Digitalisierung wird ohne hochqualifizierte Fachleute nicht auskommen.“

Der nächste IT-Meisterlehrgang im BFE startet am 1. Dezember (Vollzeit). Inhalte sowie unkomplizierte Online-Anmeldungen unter
www.bfe-meister.de/information, Fragen beantwortet Claudia Nichau, Tel. 0441 34092-131.