Schaltberechtigung für elektrische Anlagen bis 60 kV

Schalthandlungen in Versorgungsnetzen der Energieversorgungsunternehmen (EVU), in Industrie- und Gewerbenetzen oder in Netzen privater Erzeuger können nur durch besonders ausgebildete Elektrofachkräfte durchgeführt werden, denn hier lauern große Gefahren. Bei falsch ausgeführten Schalthandlungen können schwerwiegende Arbeitsunfälle, Zerstörung von Anlagenteilen und längere umfangreiche Stromausfälle die Folge sein. Daher ist es nicht nur empfehlenswert, sondern verpflichtend für den Unternehmer damit beauftragte Elektrofachkräfte entsprechend zu qualifizieren.
Der Bedarf an Experten mit Spezialwissen steigt laut aktuellen Umfragen massiv an - denn moderne Technik und Anlagen stellen die E-Branche vor erhöhte Herausforderungen. Oft ist es schwierig, einen benötigten Experten auf dem Arbeitsmarkt oder über einen Dienstleister kurzfristig zu beschaffen. Nur durch regelmäßige Qualifizierung des Stammpersonals ist es noch möglich, erfolgreich am Markt zu agieren.

Neue Norm mit neuen Anforderungen

Die neu erschienene nationale Anwenderregel VDE-AR-N 4110 regelt seit November 2018 bundeseinheitlich die technischen Regeln für den Anschluss von Kundenanlagen an das Mittelspannungsnetz und deren Betrieb (TAR Mittelspannung). Der Spannungsbereich Mittelspannung wurde dadurch erhöht bis auf 60 kV.
Wichtig: Elektrofachkräfte, die eine Schaltberechtigung bis 20 kV oder 36 kV absolviert haben benötigen lediglich eine Nachschulung, um zukünftig bis 60 kV schalten zu dürfen. Eine erneute Grundausbildung ist nicht erforderlich. Ausnahme: Ist die Grundausbildung oder Nachschulung vor mehr als 60 Monaten erfolgt, empfiehlt das BZE Hamburg eine erneute Grundausbildung bis 60 kV durchzuführen.

Das BZE Seminar Schaltberechtigung für elektrische Anlagen bis 60 kV vermittelt Elektrofachkräften besonders praxisnah die erforderliche Fachkunde. Ziel ist die Schaltberechtigung zu erlangen und diese sofort im Job umsetzen zu können. Das dreitägige Seminar gliedert sich in zwei Bereiche: Der theoretische Teil vermittelt fachkundig gesetzliche Grundlagen, relevante DIN-VDE-Bestimmungen sowie aktuelle Neuerungen. Der praktische Teil bietet die Gelegenheit Schalthandlungen an Mittelspannungsschaltzellen intensiv zu trainieren. Die erworbenen Kenntnisse und die Handhabung der Schaltabläufe werden durch einen Abschlusstest nachgewiesen.

Inhalte der Erstschulung

  • Rechtliche Voraussetzungen für die Schaltberechtigung
  • Bestimmungen für wichtige Hochspannungsschaltanlagen
  • Schaltgeräte und Transformatorstationen bis 60 kV
  • Schutzeinrichtungen in Hochspannungsanlagen
  • Netzsysteme und Verteileranlagen
  • Arbeiten an elektrischen Anlagen
  • Ablauf von Schalthandlungen
  • Schaltgespräch und Schaltbrief
  • Dokumentation der Schalthandlungen
  • Praktische Übungen an modernen SF6 Schaltanlagen
  • Abschlusstest

Für dieses Seminar gibt es Fördermöglichkeiten! Sprechen Sie uns an!

Das Seminar ist vom ZVEH zertifiziert mit der E-Akademie Zulassungsnr. 2018-72

Ziel

Betriebsinhaber, Meister, Techniker und Gesellen

Kontaktperson

Stephanie Ludwig
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